KI-Systeme arbeiten immer seltener allein. In vielen Setups plant ein Agent die Aufgabe, ein zweiter besorgt die Daten, ein dritter schreibt das Ergebnis. Damit das funktioniert, brauchen die Beteiligten eine gemeinsame Sprache für Aufträge, Zwischenstände und Ergebnisse.
Genau dafür gibt es Agent2Agent, kurz A2A. Das offene Protokoll beschreibt, wie Agenten einander finden, Aufgaben übergeben und Resultate mit einheitlichem Status zurückgeben.
Ab sofort spricht Kleinanzeigen Agent A2A in der Version 1.0. Neben REST API, MCP Server und Webhooks gibt es damit eine vierte standardisierte Eingangstür zu denselben Live-Daten.
Was der A2A-Endpoint macht
Ein A2A-Client sendet einen Auftrag an https://api.kleinanzeigen-agent.de/a2a. Der Auftrag nennt ein vorhandenes Tool und seine Argumente, zum Beispiel eine Live-Suche nach Lastenrädern:
{
"tool": "search_kleinanzeigen",
"arguments": {
"q": "Lastenrad",
"page": 0,
"size": 20
}
}
Kleinanzeigen Agent verarbeitet diesen Auftrag als A2A-Task. Der aufrufende Agent sieht jederzeit, ob der Task eingereicht, in Arbeit, abgeschlossen oder fehlgeschlagen ist. Das Ergebnis hängt als strukturiertes JSON-Artefakt am Task und lässt sich direkt weiterverarbeiten, ganz ohne HTML-Scraping.
Zur Verfügung stehen dieselben Live-Funktionen wie beim MCP Server:
- Kleinanzeigen durchsuchen
- Inseratdetails und aktuellen Status laden
- öffentliche Verkäuferprofile und weitere Inserate eines Verkäufers abrufen
- Kategorien und die dazugehörigen Suchfilter auflösen
- Standorte suchen und Standortdetails laden
A2A und MCP ergänzen sich
MCP gibt einem KI-Client einzelne Werkzeuge an die Hand. Der Client entscheidet während der Unterhaltung selbst, wann er welches Tool aufruft. Das passt gut zu interaktiver Recherche.
A2A setzt eine Ebene darüber an und gibt Agentensystemen einen einheitlichen Rahmen für Nachrichten, Tasks, Statusabfragen und Ergebnis-Artefakte. Das lohnt sich vor allem dann, wenn eine Agentenplattform bereits A2A spricht und für Kleinanzeigen-Daten keinen eigenen Adapter bauen soll.
| MCP Server | A2A Endpoint | |
|---|---|---|
| Gedacht für | KI-Clients in einer Unterhaltung | Agentensysteme mit eigenem Task-Modell |
| Tool-Auswahl | der Client entdeckt und wählt selbst | der aufrufende Agent legt sie fest |
| Ergebnis | Tool-Antwort im Chatverlauf | Artefakt am Task, per Statusabfrage abholbar |
| Anmeldung | Login im Browser oder API-Key | API-Key |
Beide Wege greifen auf dieselben geprüften Funktionen zu. A2A ist also keine zweite Datenquelle und hebt keine Regel auf.
Der Auftrag bleibt beim aufrufenden Agenten
Unser A2A-Endpoint startet im Hintergrund kein weiteres Sprachmodell. Er erwartet einen klar strukturierten Auftrag mit Tool und Argumenten.
Das hat drei Vorteile:
- Der aufrufende Agent behält die Kontrolle über jeden einzelnen Schritt.
- Bei Kleinanzeigen Agent entstehen keine zusätzlichen Modellkosten.
- Deine Prompts werden an keinen weiteren KI-Anbieter übertragen.
Unbekannte Tools und falsch formatierte Aufträge lehnt der Endpoint ab, bevor Credits verbraucht werden.
Authentifizierung, Credits und Limits
A2A verwendet denselben API-Key wie die REST API. Du sendest ihn als Bearer-Token oder über den bekannten klaz_key-Header.
Für jeden Tool-Aufruf gelten dieselben Credit-Kosten, Erstattungen und Tariflimits wie über MCP oder die API. Ein A2A-Task hebt also weder dein Guthaben noch dein Rate-Limit auf.
Auch technische Retries sind eingeplant. Wiederholt derselbe Benutzer einen identischen Auftrag mit derselben messageId, bekommt er den bereits angelegten Task zurück. Das Tool läuft dadurch kein zweites Mal, und es werden keine Credits doppelt belastet. Kommt dieselbe ID mit verändertem Inhalt an, lehnt der Server den Request ab.
Task-Snapshots liegen benutzergetrennt und nur vorübergehend in Redis. Sie dienen dazu, ein Ergebnis abzuholen, und ersetzen kein dauerhaftes Recherchearchiv.
Ehrliche Grenzen zum Start
Wir unterstützen A2A 1.0 über das standardisierte JSON-RPC-Binding. Streaming, Push Notifications und Extended Agent Cards sind zum Start noch nicht aktiv. Bereits gestartete Live-Abfragen lassen sich außerdem nicht zuverlässig abbrechen, weshalb ein Abbruch ehrlich mit TASK_NOT_CANCELABLE beantwortet wird.
Frei formulierte Rechercheprompts gehören bewusst nicht zum A2A-Endpoint. Die Planung bleibt beim aufrufenden Agenten, und Kleinanzeigen Agent führt die ausdrücklich angeforderten, geprüften Datenoperationen aus.
Automatisch auffindbar
Die öffentliche Agent Card liegt unter:
https://kleinanzeigen-agent.de/.well-known/agent-card.json
Sie beschreibt den echten A2A-Endpoint, die unterstützten Skills, die Protokollversion, die Authentifizierung und die genannten Grenzen. Auf dem API-Host liegt dieselbe kanonische Card, sodass kompatible Clients die Verbindung selbst einrichten können.
Jetzt ausprobieren
Die vollständige technische Anleitung mit Request-Beispiel, Tool-Liste und Fehlertabelle findest du in der A2A-Dokumentation. Deinen API-Key verwaltest du im Dashboard, Plan und Guthaben findest du wie gewohnt unter /app/abrechnung.
Wenn du Kleinanzeigen-Daten in eine Agentenplattform einbindest und dir dabei etwas fehlt, schreib uns an contact@kleinanzeigen-agent.de.